GS1 Digital Link prüfen
URI einfügen und sehen, ob sie der GS1 Digital Link Syntax 1.7.0 entspricht — und welche GS1-Daten sie überhaupt trägt. Kostenlos, ohne Anmeldung, alles im Browser.
Wie ein GS1 Digital Link aufgebaut ist
Ein Digital Link ist eine ganz normale Web-Adresse, in der die GS1-Daten stecken. Vier Bausteine, immer in dieser Reihenfolge:
https://brand.example/01/09520123456788/10/ABC123?17=261231
- Resolver-Adresse
- Wohin der Code führt, wenn jemand ihn mit dem Handy scannt — meist die Domain des Herstellers, der dort Produktseite, Packungsbeilage oder Gebrauchsanweisung hinterlegt. Ohne eigene Domain nimmt man id.gs1.org. Auf die Bedeutung der Daten hat sie keinen Einfluss.
- Schlüssel
- Sagt, was identifiziert wird: ein Produkt (GTIN, AI 01), eine Palette (SSCC, AI 00), ein Ort (GLN, AI 414). Genau ein Schlüssel pro Code — ohne ihn ist es kein Digital Link.
- Qualifier
- Macht den Schlüssel genauer: welche Charge (AI 10), welches einzelne Stück (AI 21). Gehört zum Schlüssel und steht deshalb im Pfad — und nur in der vom Standard erlaubten Reihenfolge.
- Datenattribut
- Beschreibt den Artikel, identifiziert ihn aber nicht: Ablaufdatum (AI 17), Gewicht (AI 3103), Herstelldatum (AI 11). Steht hinter dem Fragezeichen und ist immer optional.
Faustregel: Was den Artikel identifiziert, steht im Pfad. Was ihn nur beschreibt, steht hinter dem Fragezeichen.
Was geprüft wird
- Struktur: Ist ein gültiger GS1-Schlüssel im Pfad, und stimmen die Qualifier dazu?
- Reihenfolge: Qualifier müssen der im Standard festgelegten Abfolge folgen — bei der GTIN also CPV, Charge, Seriennummer.
- GTIN-Format: 14 Stellen, seit Syntax 1.4.0 verbindlich.
- Kurznamen: /gtin/ und Verwandte wurden in Version 1.3.0 aus dem Standard entfernt.
- Query-String: Nur zulässige Datenattribute; Qualifier wie Seriennummer gehören in den Pfad.
- Werte: Länge und Datentyp jeder AI, gegen dieselbe GS1-Datenbank wie die AI-Datenbank.
Was nicht geprüft wird
Dieses Werkzeug prüft die URI, nicht den Resolver dahinter — es wird keine Adresse aufgerufen, nichts verlässt deinen Browser. Ob der Resolver standardkonform antwortet (Linkset, CORS, Weiterleitungen), prüft die barValid-App auf Wunsch direkt am gescannten Code.
Komprimierte URIs werden erkannt und benannt, aber nicht entschlüsselt.
Vor dem Druck prüfen
Ein Fehler in der URI fällt erst auf, wenn die Verpackung schon läuft. Prüfe den erzeugten String, bevor er in den Druck geht — und den fertigen Code danach noch einmal am Gerät, samt PDF-Prüfbericht als Nachweis.