Barcode-Inhalt prüfen

Nicht nur die Struktur, auch den Inhalt prüfen: Ist das MHD weit genug in der Zukunft? Stimmt die GTIN?

6 Min. Ohne Vorkenntnisse

Eine Codestruktur prüft zunächst nur, ob die richtigen Angaben im Barcode stehen. Oft reicht das nicht: Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist zwar vorhanden, liegt aber schon in zwei Tagen. Die Artikelnummer ist da, gehört aber zu einem anderen Produkt.

Genau dafür gibt es den Content-Check. Damit legst du für einzelne Angaben fest, welcher Wert erwartet wird — und barValid meldet beim Scannen sofort, wenn er nicht passt.

Das brauchst du

  • Eine angelegte Codestruktur (so legst du eine an)
  • Die Information, welcher Wert erwartet wird — z. B. „das MHD muss mindestens 30 Tage in der Zukunft liegen"

Schritt für Schritt

  1. Die Struktur öffnen

    Menü → Struktureditor → tippe auf die Struktur, die du erweitern willst.
  2. Die passende AI-Regel antippen

    Unter AI-Regeln tippst du auf die Angabe, deren Inhalt geprüft werden soll — zum Beispiel auf 17 für das Mindesthaltbarkeitsdatum.
  3. Zum Abschnitt „Content-Check" scrollen

    Unterhalb von „Verboten" und „Alternativ-Gruppe" findest du den Bereich Content-Check. Solange dort Kein Check steht, wird nur geprüft, ob die Angabe vorhanden ist — nicht, was drinsteht.
  4. Den Operator auswählen

    Der Operator bestimmt, wie verglichen wird:
    • Gleich (=) — der Inhalt muss genau dem Wert entsprechen. Für feste Artikelnummern.
    • Enthält — der Inhalt muss den Wert enthalten. Praktisch für Chargen, die immer mit demselben Kürzel beginnen.
    • Größer (>) und Kleiner (<) — für Zahlen, etwa Mengen oder Gewichte.
    • Älter als (Zukunft) und die weiteren Datums-Operatoren — für Datumsfelder wie MHD oder Produktionsdatum.
  5. Den Wert eintragen

    Trage in Wert ein, wogegen verglichen wird. Bei den Datums-Operatoren kommt darunter noch die Einheit dazu — Minuten, Stunden, Tage, Wochen, Monate oder Jahre.

    Beispiel MHD: Operator Älter als (Zukunft), Wert 30, Einheit Tage bedeutet: Das Datum im Barcode muss mehr als 30 Tage in der Zukunft liegen. Ware, die vorher abläuft, fällt beim Scan sofort auf.

  6. Speichern und scannen

    Tippe auf Speichern, wähle die Struktur im Scanner aus und scanne. Stimmt der Inhalt nicht, markiert barValid genau diese Angabe als fehlerhaft — der restliche Code bleibt lesbar, du siehst also sofort, welcher Wert das Problem ist.
    Das Prüfergebnis Angabe für Angabe

Fertig — das war’s schon.

Typische Prüfungen auf einen Blick

  • Immer dieselbe Artikelnummer (AI 01): Operator „Gleich (=)", Wert = eure GTIN.
  • Charge mit festem Kürzel (AI 10): Operator „Enthält", Wert = das Kürzel, z. B. „DE-".
  • Restlaufzeit beim Wareneingang (AI 17): Operator „Älter als (Zukunft)", Wert 30, Einheit Tage.
  • Höchstmenge pro Gebinde (AI 30): Operator „Kleiner (<)", Wert = die Obergrenze.

Am schnellsten bist du, wenn du eine Struktur pro Anwendungsfall anlegst — eine für den Wareneingang, eine für die Endkontrolle — und beim Scannen oben die passende auswählst.

Häufige Fragen

Wie prüfe ich, ob ein Produktionsdatum frisch genug ist?
Mit Jünger als (Vergangenheit): Wert 7, Einheit Tage bedeutet, dass das Datum weniger als 7 Tage zurückliegen darf.
Welche AIs kann ich inhaltlich prüfen?
Jede, die in deiner Struktur als Regel steht. Sinnvoll ist es vor allem bei Artikelnummern, Chargen, Mengen und Datumsfeldern.
Was passiert, wenn die Angabe im Barcode ganz fehlt?
Dann greift die Pflicht-Regel: barValid meldet die fehlende Angabe. Der Content-Check prüft nur Inhalte, die auch vorhanden sind.
In welchem Format muss ich ein Datum eintragen?
So, wie es auch im Barcode steht — GS1 verwendet dort das Format JJMMTT, also zum Beispiel 261231 für den 31. Dezember 2026. Bei den Operatoren mit Zeitspanne („Älter als", „Jünger als") gibst du dagegen einfach eine Zahl plus Einheit ein.
Kann ich mehrere Prüfungen für dieselbe Angabe hinterlegen?
Pro AI-Regel gilt ein Content-Check. Brauchst du zwei verschiedene Prüfungen, lege dafür zwei Strukturen an und wähle beim Scannen die passende aus.